Flachgreifer – die Allzweckwaffe unter den Magneten

Als Flachgreifer bezeichnet man Magnetsysteme, die durch ihre spezielle Bauweise ihre magnetische Haftkraft direkt auf die Haftfläche konzentrieren können. Sie werden oft auch als Topfmagnete bezeichnet und gehören zu den am meisten verwendeten Normteilen, die im Metallbau, Anlagenbau aber auch bei Hobby und Freizeit zur Anwendung kommen.

Flachgreifer und Topfmagnete aus Neodym, Hartferrit, AlNiCo und SmCo

Flachgreifer bestehen meist aus einer Mischung aus Neodym, Eisen und Bor – kurz NdFeB. In unserem Sortiment finden Sie Topfmagnete in vielen verschiedenen Ausführungen und Bauformen, etwa als Stabgreifer  oder Magnetfolien. Die Bezeichnung Topfmagnete kommt daher, dass der eigentliche Magnet von einem meist aus Stahl gefertigten Topf umgeben ist, durch den sich die Haltekraft direkt auf die Fläche des Magneten konzentriert. Der Stahl verbessert die magnetischen Eigenschaften, wenn der Magnet auf einer entsprechenden Oberfläche anliegt. Je dicker die eiserne Oberfläche des Topfes, desto stärker wirkt sich dieser Effekt aus. Besteht kein direkter Kontakt zum Magneten (etwa wegen einer Beschichtung der Oberfläche) oder handelt es sich nur um ein dünnes Blech, sinkt die Belastbarkeit des Magneten erheblich. Gleiches gilt, wenn die Kontaktoberfläche nicht glatt, sondern rau ist.

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Vorteile der Topfmagnete gegenüber Rohmagneten

Die Topfmagnete werden auch als Magnetsystem bezeichnet, weil sie die magnetische Haltekraft im Gegensatz zu puren Rohmagneten erheblich verstärken können. Der topfmagnetische Effekt beruht auf der Tatsache, dass sich magnetische Feldlinien durch Eisen besonders gut bewegen können. Der Stahltopf, der den Magneten umschließt, lenkt die Feldlinien direkt auf die Kontaktfläche, was die Haltekraft deutlich erhöht. Ein Rohmagnet kann diese Haftkraft nicht entfalten, da sich die Feldlinien durch die Luft frei bewegen und in alle Richtungen wirken. Die starke Haftkraft eines von einem Stahltopf umschlossenen Magneten wirkt jedoch erst bei Direktkontakt mit der Zielfläche. Dabei beziehen sich die starken Haltekräfte stets auf die rechtwinklige Anbringung zum Haftgrund. Die Haltekraft ist geringer, wenn der Magnet seitlich belastet wird. Dann spricht man von der Scherkraft, die auf das Magnetsystem einwirkt. Beim Einsatz solcher Normteile müssen Sie darauf achten, dass etwa ein magnetischer Haken an der Wand nicht so stark belastet werden kann wie ein Haken, der an einer Decke angebracht wird.

Flachgreifer für unterschiedliche Anwendungsfelder

Je nach Einsatzbereich müssen die Stabmagnete unterschiedlichen Bedingungen gewachsen sein, zum Beispiel eventuelle Feuchtigkeit oder die Umgebungstemperatur. In unserem Portfolio haben Sie die Wahl zwischen Magneten aus Neodym, Hartferrit, Samarium-Kobalt oder AlNiCo. So sind Neodym-Magnete beispielsweise deutlich korrosionsanfälliger als Hartferrit und sollten daher überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommen. Die Temperatur wirkt sich hingegen direkt auf die Magnetisierung aus: je höher die Erhitzung, desto geringer die Magnetkraft. In der Regel lassen sich die meisten Magnettypen in Temperaturbereichen bis zu 80°C problemlos verwenden. Für höhere Anforderungen empfehlen wir spezielle Materialien, wie etwa Magnete aus Samarium-Kobalt, die mehrere hundert Grad problemlos verkraften.

Genoma bietet Flachgreifer in vielen Varianten an

Als Expertin für Normteile greift die Genoma Normteile GmbH auf vier Jahrzehnte Erfahrung und umfassendes Know-how zurück. So sind eine erstklassige Materialqualität und eine hohe Präzision sichergestellt. Sie interessieren sich für die Genoma-Topfmagnete? Unsere Flachgreifer mit Gehäuse aus verzinktem Stahl sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, z. B. mit Gewindebuchse, Gewindezapfen, Innengewinde sowie mit Bohrung oder Senkung. Auf Anfrage sind ebenso Magnete mit Edelstahlgehäuse erhältlich. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir beraten Sie gerne!

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